Dienstag, 23. April 2013

VIELE VERSCHIEDENE EINSATZGEBIETE

Wesentlich spezieller als bei Gehölzen sind die Ansprüche von Stauden an ihren Standort. Dabei hängt es von der jeweiligen Herkunft der Pflanze ab an welchem Ort sie die optimalen Bedingungen für ihre Ansprüche vorfindet. Aus diesem Grund unterteilt man 8 grundlegende Lebensbereiche.



Die 8 Lebensbereiche von Stauden

 




 











Viele "Waldstauden" gedeihen im lichten Schatten oder Halbschatten von Bäumen sehr gut. Sie stehen in enger Beziehung von Gehölzen und beleben diese Bereiche durch ihre Blüten und Wuchsformen. Die von den Bäumen abgeworfenen und  Blätter sorgen für einen humosen Boden, weshalb man sie liegen lassen sollte. Man unterscheidet dazu je nach Standort der Gehölze Stauden für trockene, frische oder feuchte Böden.

















Optimale Standortverhältnisse finden viele Stauden am Rand von Baum oder Strauchgruppen. Es ist zu beachten, dass einige Arten den offenen, sonnigen, warmen südseitigen Gehölzrand bevorzugen, andere fühlen sich im kühleren, halbschattigen, nordseitigen Gehölzrand am wohlsten.



  













Außerhalb von Bäumen und Sträuchern, auf freien, sonnigen Flächen gibt es vielfältige Situationen, in denen Stauden günstige Lebensbedingungen vorfinden. Dabei unterscheidet man je nach Art in trockene, durchlässige Böden, z.B. an einem Hang,  Stauden für normale, frische oder feuchte Böden und trockene, kalkhaltige Böden, wie man sie z.B. in Steppen oder Heidenlandschaften vorfindet.

















Im Bereich der Steine fühlen sich ebenfalls viele Stauden wohl. Manche sind nässeempfindlich und wachsen deshalb am besten in einem von Kies bzw. Felsbrocken durchsetzten Boden, den sogenannten Felsspeppen.
Andere wachsen selbst in den flachen Bodenschichten über Felsen oder größeren Steinen. Ein Hingucker sind Stauden in jedem Fall in Steinritzen von Trockenmauern, Sandsteinmauern oder hinter der Mauerkrone. 



 














Einige reizvolle, aber auch anspruchsvolle, oft nicht sehr konkurenzkräftige Stauden finden ihre besten Standorte in unterschiedlichen, meist kleinräumigen Flächen im Alpinum. (Hier aufgelistet nur wegen der Vollständigkeit).




 














Für die in Gärten am häufigsten anzutreffende Situation, das Beet, gibt es eine große Zahl herrlicher Stauden mit stattlichem Habitus und prachtvollen Blüten. Sie lieben einen humosen, nährstoffreichen Boden, dessen Oberfläche durch Hacken ab und zu gelüftet werden sollte, zumindest in den ersten 2-3 Jahren. 



















Für die durch große Bodenfeuchtigkeit gekennzeichneten Situationen am Rand von Teichen oder Bächen (Bachläufe), also an Ufern, die sich nicht streng abgrenzen lassen, eignen sich manche Stauden hervorragend. Einige Arten bevorzugen den äußeren Randbereich mit feuchtem bis nassem Boden, andere fühlen sich im dauernassen oder flachen Wasser wohler.



















Es gibt für alle Wassertiefen geeignete Stauden. Schwimmblattpflanzen wurzeln im Boden, ihre Blätter liegen vorwiegend auf der Wasseroberfläche.  Die Triebe der untergetauchte Pflanzen, sowie ihre Blätter sind überwiegend knapp unter der Wasseroberfläche, während sie im Boden wurzeln und einige wenige Wasserstauden sind freischwimmend.