Mittwoch, 24. April 2013

STAUDEN RICHTIG PFLANZEN

Man sollte sich darüber im klaren sein das der Boden dauerhafter Standort der Stauden, natürlich auch von allen anderen mehrjährigen Pflanzen ist. Damit die Staudenpflanzung auf lange Sicht, im Bezug auf Wuchs, Blüte und Gesundheit erfolgreich ist sollte der Boden gewissenhaft vorbereitet werden. Bevor man über Maßnahmen zur Bearbeitung des Bodens nachdenkt, muß man sich über die Ansprüche der Bepflanzung im Klaren sein. (LEBENSBEREICHE)


Beet


Der Boden in einem Staudenbeet sollte krümelig, tiefgründig und locker sein, einen hohen Gehalt von Dauerhumus und Nährstoffen aufweisen mit einem reichhaltigen Bodenleben bei ausgeglichenem Wasser und Lufthaushalt. Ist der Boden leicht und Wasserdurchlässig kann man mit gemahlenen Tonmineralien (Bentonit oder Perlit) nacharbeiten. Lehmböden sollten ca. 60 cm tief komplett ausgetauscht werden.
Im allgemeinen ist Komposterde zu empfehlen. Beim Recyclinghof ist dieser zu bekommen, sollte kein eigener Komposthaufen, wie bei den meisten zur Verfügung stehen. Von Torf ist wegen mangelnder Nährstoffe abzuraten. Gedüngt sollte mit organischem, mineralischem oder organisch mineralischen Dünger.


Steinanlage

 

Hier sollte steiniger und nässedurchlässiger Boden vorzufinden sein. Zur Abmagerung des Bodens kann Sand, Splitt, Kies oder Schotter verwendet werden. Ist man gerade dabei den Garten neu anzulegen und hat evtl. eine Natursteinmauer gebaut, können die Steinreste eingearbeitet werden. Ebenso sind für die Mauer wegen Unförmigkeit nicht geeigneten Steine sehr gut als Findlinge in der jeweiligen Anlage zu gebrauchen. In Steinanlagen sollte Splitt oder Lavagestein als eine Art Mulch verwendet werden.


Gehölz/Gehölzrand


Hier gilt es ist einen lockeren Boden im Pflanzbereich herzustellen. Da dieser Lebensraum nur selten in angelegten Gärten anzutreffen ist muß man Düngung, Humusgehalt, und Wasserbindung individuell auf die ausgesuchten Stauden anpassen.


Zeitpunkt


Stauden mit Topfballen können im Allgemeinen  von März bis November, wenn kein Frost droht, gepflanzt werden.Für einige empfindliche Stauden, Gräser und Farne sollte bis zum Frühjahr gewartet werden. Haben die Pflanzen keinen Topfballen nennt man sie Wurzelware und von März bis Mai, sowie August bis November ist hierfür die beste Pflanzzeit. Bei Zwiebel und Knollenpflanzen die im Frühjahr blühen empfiehlt sich August bis November, während die Herbstblüher zwischen Juni und Juli in die Erde müssen. Stauden für die Steinanlage bevorzugen vor dem Herbst gepflanzt zu werden, Wasserstauden können von April bis November ausgebucht werden. Im Zweifelsfall und bei sehr empfindlichen Exemplaren wartet man bis nach der Blüte.

Der Vorgang des Pflanzens



Wenn die Stauden vor dem Einpflanzen gelagert werden muß darauf geachtet werden, dass die Wurzeln nicht durch Wind austrocknen und die Pflanze keiner starken Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. Wenn die Möglichkeit besteht können die Pflanzenballen leicht mit Erde bedeckt werden oder man sucht sich einen trüberen Tag aus. Die Stauden werden in lockeren Gruppen (3-5 einer Sorte) ausgestellt. Höher wachsende nach hinten, niedrige nach vorne, bodendeckende Stauden dazwischen. Die Pflanzen müssen gut angedrückt werden um Hohlräume zu vermeiden und damit Bodenanschluss besteht. Das Pflanzloch 3 mal so groß wie der Wurzelballen ausheben und darauf achten, dass stets gut gewässert wird. Zwiebelpflanzen auch 3 mal so tief wie die Stärke ist unter die Erde bringen.