Mittwoch, 1. Mai 2013

STANDORTE UND MÖGLICHKEITEN

Wachstumsbedingungen unterscheiden sich von Garten zu Garten und auch von Rabatte zu Rabatte. Obwohl Stauden nicht als anspruchsvoll gelten, gedeihen sie an manchen Plätzen besser als an anderen. Aus diesem Grund sollte vor dem Pflanzen Boden und Standort untersucht werden, damit sichergestellt ist das die Stauden an den für sie richtigen Platz kommen. man muß den Garten "lesen" können, damit man für lange Zeit Freude an ihm hat. Etwa sonnige oder schattige Bereiche, Mauern, Hecken oder Zäune sind in der Regel nicht veränderbar, also müssen sie im Pflanzplan berücksichtigt werden.

Himmelsrichtung


Auf einem Grundstück, dass nach Süden ausgerichtet ist, ist es sehr warm. Stauden die aus mediterranen Klimazonen kommen mögen dies und fühlen sich hier sehr wohl. Allerdings besteht dort die Gefahr der Bodenaustrocknung und empfindliche Pflanzen können an Wassermangel leiden. Robuste Stauden, die im Hochsommer blühen. fühlen sich in Ostanlagen wohler. Dort sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht durch kalten Wind geschädigt werden. Ein Windschutz ist hier empfehlenswert. Junge Blüten und Triebe können auch durch Frost in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach Norden liegende Grundstücke sind im Winter sehr kalt. Außerdem erwärmt sich der Garten im Frühjahr erst spät und langsam. Hier sollten robuste Stauden verwendet werden, die im Spätsommer bis Anfang Winter zur Blüte kommen. Schattenstauden fühlen sich wohlmöglich hier ebenfalls wohl, allerdings müssen sie im Sommer vor Verbrennungen geschützt sein. Da Herbststauden bis spät ins Jahr vor Frost geschützt sind, eignen diese sich für Gärten mit Westlage besonders. Diese Gärten erwärmen sich auch sehr langsam und bieten für Schattenstauden einen geeigneten Platz.


Sonne und Schatten


Wenngleich verschiedene Stauden ein gewisses Maß an Schatten vertragen, gefällt es den meisten im Hellen doch am besten. Um das Wasserhaltevermögen an völlig offenen und sonnigen Orten zu erhöhen, sollten dem Boden an diesen Stellen reichlich organische Substanzen beigefügt werden. Dadurch kommen die Stauden mit der austrocknenden Wirkung von Sonne, Wind und Wärme besser zurecht. Man sollte hier auch auf Stauden zurückgreifen, die niedriger wachsen und keine Stütze brauchen, damit sie nicht vom Wind umgeknickt werden.


Stauden unter Bäumen


Verschiedene Bäume lassen einen unterschiedlichen Schatten entstehen, weshalb das Pflanzen unter Bäumen gut überlegt sein will. Der gesprenkelte Schatten, den viele sommergrüne Bäume mit hohen Ästen werfen, macht den meisten Stauden nichts aus. Immergrüne Bäume werfen einen tiefen und permanenten Schatten. Dieser schafft Lebensfeindliche Bedingungen, was diese Bepflanzung eh mit sich bringt, weil das ganze Wasser von Oben dadurch abgehalten wird und der Boden darunter austrocknet. Außerdem senken die abgeworfenen Nadeln den Ph Wert des Bodens, was ihn sauer macht. Das Entfernen niedriger Zweige und das Auslichten der Krone kann die Situation zwar etwas verbessern, aber sollte man doch die Tatsache akzeptieren und nur wenige bzw. geeignete Stauden unter Koniferen pflanzen.


Über Baumwurzeln pflanzen



Bei den meisten Bäumen ist das Wurzelsystem flach und weit ausgedehnt. Es kann also schwierig werden, dazwischen Stellen zu finden, wo Stauden gepflanzt werden können. Ein weiteres Problem ist, dass die Stauden mit den Bäumen einen Konkurrenzkampf um Nährstoffe und Wasser führen müssen. In dem Hochbeete angelegt werden, die mit einer Erde befüllt werden die die Feuchtigkeit halten können, schafft man Abhilfe für dieses Problem. Die Baumwurzeln, die Wasser und Nährstoffe aus dem Boden ziehen liegen außen, quasi unter den Astspitzen. Hochbeete sollten also in Stammnähe, ca 30 - 40 cm über Bodenhöhe angelegt werden.


Mauern Zäune Hecken



Sollte eine Rabatte vor einer Mauer oder einem Zaun liegt, können durch den Wind verursachte Wirbel Schäden an den Pflanzen entstehen.. Das kann bei einer Hecke nicht passieren, da diese den Wind filtert. Stauden pflanzt man mindestens 50 cm von  Mauern oder Zäunen entfernt, damit sie durch Lichtmangel nicht in die Länge wachsen, weil sie sich zur Sonne recken. Von Holzzäunen sollte man ca 40 cm Abstand halten, damit durch nährstoffarme Böden Trocken oder Fechtstellen keine Probleme entstehen können. Soll eine Mauer mit Kletterpflanzen begrünt werden, muss auch hier ein Konkurrenzkampf um Nährstoffe und Wasser bedacht werden.  Hecken bilden einen natürlichen Hintergrund. Aber auch hier ist darauf zu achten, dass die meisten Sträucher auch ein flaches, ausgedehntes Wurzelwerk haben. Von da her bleibt man am Besten mit den Stauden ca 60 cm von einer Hecke weg. Diese freie Fläche kann mit Mulch, Kies oder einer kreativen Einfassung gestaltet werden.






Ein Beispiel für den eigenen Garten